Die Weihnachtsfeiern werden am 31.12./1.1. für die Silvesterfeiern unterbrochen,
danach kehrt die Weihnachtsstimmung wieder ein. Am 13. Januar, dem in Deutschland aus der Werbung eines schwedischen
Möbelhauses bekannten Knutsdagen ist offiziell Ende der Weihnachtszeit, aber der weihnachtliche Schmuck bleibt an vielen Orten
bis Ende Januar, manchmal auch bis zum Februar und länger. Mitte Januar beginnt vielerorts das traditionelle Austanzen
des Weihnachtsfestes um den Weihnachtsbaum, ähnlich wie das Tanzen um die Mittsommarstange ist es überwiegend
für Kinder.
Wenn sich Ende Februar eines Nachts plötzlich kurz vor Mitternacht Menschen vor einigen schwedischen
Buchhandlungen versammeln, hat der Bücherausverkauf (bokrea) pünktlich um 0.00 Uhr begonnen.
Ab Weihnachten, arg verfrüht, gibt es Semlor, ein Gebäck für die Fastenzeit, zu kaufen.
Bis zum Osterfest kann man sich mit den leckeren marzipan- und kalorienhaltigen Semlor mästen ;-)
Der schwedische Nationalfeiertag am 6. Januar wird kaum begangen, aber immerhin ist es ein Grund zum
Aufziehen der schwedischen Flagge.
Es folgt ab März die Zeit der Winterurlaube und in den schwedischen Wintersportorten
wird es voll.
Zu Ostern reiten als Hexen verkleidete Kinder mit geschwärzten Gesichtern und Kopftüchern
auf Besen von Haus zu Haus. Ostersonntag sucht man, wie in Deutschland auch, nach Ostereiern, häufig
gibt es Lamm-Braten zu essen. Häuser und Gärten werden mit bunten Federn geschmückt,
hin und wieder sieht man auch mal kleine Kunstwerke wie auf dem Foto rechts. Diese Aufnahme stammt übrigens
aus Vederhult bei Vena/Småland.
Mitte April beginnt das Sammeln von Geld für kranke und behinderte Kinder. Für eine kleine Spende
von 10,--, 15,-- Kronen erhält man Majblomman, Blumen aus Papier zum Anstecken oder auch zum Aufkleben.
Die Eingänge von Supermärkten sind offenbar ein beliebtes Sammelrevier für die sammelnden Schüler ;-)
In der Nacht zum 1. Mai, d.h. in der Walpurgisnacht, heissen die Schweden den Frühling
willkommen. Dafür trifft man sich häufig in den Hembygdsparks, einer Mischung aus Heimatmuseum und
Versammlungshaus in einer Parkanlage, man isst, trinkt und tanzt und beschliesst den Abend mit einem Feuerwerk. Am
1. Mai gibt es in fast jedem Ort einen kleinen Umzug, aber die Mehrzahl der Schweden sieht in dem 1. Mai eine gute
Gelegenheit für einen Ausflug.
Im Mai finden viele Konfirmationen statt, Pfingsten wird überwiegend als Ausflugswochenende
betrachtet.Je nach Beginn der Sommerferien finden mitunter schon Ende Mai die grossen Bälle der Schulabgänger
statt. Am letzten Schultag feiern die Schulabgänger den Schulabschluss mit lautstarken Rundfahrten in geschmückten
und möglichst auffallenden Fahrzeugen durch den Heimatort.
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